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Aktuelle Informationen zu den den Tiefbohrungen im Standortgebiet Nördlich Lägern

18. Februar 2021

Nachfolgend finden Sie ein längst  update bzgl. den Tiefbohrungen im Standortgebiet Nördlich Lägern:

Bülach
Wie angekündigt, soll die Bohrung Bülach mit einer seismischen Überwachungsstation im Bohrloch ausgerüstet werden. Die für den Betrieb einer (seismischen) Langzeitüberwachung nötige Freigabe wurde beim ENSI noch nicht beantragt. Der Bohrplatz wurde bereits im vergangenen Jahr (bis auf den Bohrkeller) rückgebaut und die Landwirtschaftsfläche rekultiviert. Weitere Informationen liegen dem ENSI z.Z. nicht vor.

 

Stadel 3
Die Bohrung Stadel 3 wurde im Dezember 2020 vom Kanton Zürich sowie vom ENSI vor Ort inspiziert und schliesslich am 17. Dezember 2020 in Betrieb genommen. Seitdem laufen die Arbeiten wie geplant (mit regelmässigen Kontrollen durch das ENSI). Am 9. Februar erreichte die Bohrung in 924 m Tiefe die Gesteine der sogenannten Klettgau-Formation. Der potenzielle einschlusswirksame Gebirgsbereichs eines möglichen Tiefenlagers ist damit vollständig durchteuft. Die gewonnenen Bohrkerne waren/sind von sehr guter Qualität. Bis Anfang April wird im Bohrloch ein umfangreiches hydraulisches und geomechanisches Testprogramm absolviert. Anschliessend wird das Bohrloch für die nächste Bohretappe vorbereitet, welche von Mitte bis Ende April absolviert werden soll. Nach einer weiteren bohrtechnischen «Pflege» des Bohrlochs soll die Bohrung Mitte Mai ihre Endteufe von ca. 1120 m erreichen. Es folgt dann ein weiteres Messprogramm. Mit dem ca. zwei Wochen dauernden Abbau der Bohranlage kann schätzungsweise Ende Mai begonnen werden. Ob im Bohrloch ein hydraulisches Langzeitbeobachtungssystem installiert werden soll, ist u.a. vom finalen Bohrlochzustand und den durchteuften möglichen Aquiferen abhängig und daher noch nicht festgelegt. Falls ein Beobachtungssystem – vergleichbar zu dem, welches in der Sondierbohrung Benken seit über 20 Jahren von der Nagra betrieben wird – zum Einsatz kommt, soll der Einbau gegen Ende 2021 erfolgen. Den aktuellen Stand der Bohrung sowie eine ansprechende grafische Übersicht (geologisches Profil) über den Untergrund finden Sie unter: https://www.nagra.ch/de/tiefbohrung-stadel-3.htm.

 

Stadel 2
Die Bohrung Stadel 2 wurde am 25. Januar 2021 in Betrieb genommen – ebenfalls nach intensiven vor-Ort-Inspektionen durch den Kt. ZH und dem ENSI. Wie auch bei den anderen TBO werden die laufenden Arbeiten sowie der Zustand der Bohranlage regelmässig vom ENSI vor Ort kontrolliert. Zur Zeit «frisst» sich die Bohrkrone durch die Kalksteine des Malm (Stand gestern Abend: 670 m unter Terrain). Ab 23. Februar beginnt dann die aus wissenschaftlicher Sicht wichtigste Bohretappe (Gesteine der frühen bis mittleren Jurazeit), welche am 8. März (bei ca. 975 m Tiefe; Klettgau-Formation) abgeschlossen sein sollte. Auch hier folgt ein intensives Testprogramm im offenen Bohrloch (bis ca. Mitte April). Die nächste Bohretappe soll gemäss Planung ca. Ende April beginnen. Die Bohrung sollte Anfang Juni ihre Endtiefe von 1325 m erreichen. Der Abbau der Bohranlage sollte bis ca. Ende Juni erfolgt sein. Ob im Bohrloch ein hydraulisches Langzeitbeobachtungssystem installiert werden soll, ist u.a. vom finalen Bohrlochzustand und den Eigenschaften der durchteuften Tiefengrundwasserleiter abhängig und daher noch nicht festgelegt. Falls ein Beobachtungssystem – vergleichbar zu dem, welches in der Sondierbohrung Benken seit über 20 Jahren von der Nagra betrieben wird – zum Einsatz kommt, soll der Einbau gegen Ende 2021 erfolgen. Den aktuellen Stand der Bohrung sowie eine ansprechende grafische Übersicht (geologisches Profil) über den Untergrund finden Sie unter: https://www.nagra.ch/de/tiefbohrung-stadel-2.htm.

Kürzlich ausgeführte Messungen haben leider bestätigt, dass die getroffenen Lärmschutzmassnahmen (noch) nicht ausreichend sind. Soweit das ENSI informiert ist (Lärmschutz fällt nicht in die Zuständigkeit des ENSI, sondern unter die Aufsicht des BFE (delegiert an den Kt. ZH)), werden zusätzliche Schutzmassnahmen (z.B. Verstärkung, Erhöhung der mobilen Lärmschutzwand) schnellstmöglich umgesetzt.

 

Bachs-1
Seit Ende 2020 läuft das Bewilligungsverfahren (geleitet durch das BFE) betreffend einer Tiefbohrung der Nagra in der Gemeinde Bachs. Ein Entscheid hierzu (Bewilliger ist das UVEK) wird im zweiten Quartal 2021 erwartet. Sollte die ersuchte Bohrung bewilligt werden, wird auch die Gemeinde Bachs (sofern von ihr gewünscht) in die Begleitgruppe Tiefbohrungen Nördlich Lägern aufgenommen.

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