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Stadlersee
Tiefer Wasserstand im Stadlersee – Gemeinderat besorgt über die Situation
Der aussergewöhnlich trockene Sommer hat auch am Stadlersee deutliche Spuren hinterlassen. Der Wasserstand des Sees ist in den vergangenen Wochen stark gesunken. Der Gemeinderat Stadel verfolgt diese Entwicklung mit grosser Sorge, insbesondere im Hinblick auf die möglichen Auswirkungen auf die Fische und die übrigen Lebewesen im See.
Der tiefe Wasserstand und die damit verbundene Gefährdung des Fischbestandes sind dem Gemeinderat bekannt. Die Situation wird als kritisch beurteilt. Die Gemeinde steht deshalb in Kontakt mit dem Pächter des Stadlersees, welcher die Entwicklung ebenfalls mit Besorgnis beobachtet.
Kanton lehnt Notabfischung ab
Um den gefährdeten Fischbestand zu schützen, hat der Pächter bei der kantonalen Fischerei- und Jagdverwaltung eine Bewilligung für eine sogenannte Notabfischung beantragt. Mit dieser Massnahme hätten die Fische vorsorglich aus dem See entnommen und in ein geeignetes Gewässer umgesiedelt werden können.
Der entsprechende Antrag wurde von der kantonalen Fachstelle Ende letzter Woche jedoch abgelehnt.
Der Gemeinderat bedauert diesen Entscheid. Angesichts des aussergewöhnlich tiefen Wasserstandes und der damit verbundenen möglichen Gefährdung des Fischbestandes wäre eine vorsorgliche Notabfischung aus Sicht des Gemeinderates eine sinnvolle Massnahme gewesen. Der Gemeinderat hätte es deshalb begrüsst, wenn diese Möglichkeit zur Sicherung des Fischbestandes hätte genutzt werden können.
Zuführung von Frischwasser derzeit nicht vertretbar
Als alternative Massnahme empfiehlt die kantonale Fachstelle, dem Stadlersee bis zu den nächsten ergiebigen Niederschlägen Frischwasser über einen Hydranten zuzuführen.
Der Gemeinderat hat sich mit dieser Möglichkeit auseinandergesetzt. Dabei gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass eine Wiederauffüllung des Stadlersees eine beträchtliche Menge Wasser erfordern würde. Es müssten sehr grosse Wassermengen aus dem öffentlichen Trinkwassernetz in den See eingeleitet werden, um eine spürbare Verbesserung des Wasserstandes zu erreichen.
Nach dem aussergewöhnlich trockenen Sommer muss die Gemeinde weiterhin einen verantwortungsvollen Umgang mit den vorhandenen Trinkwasserreserven sicherstellen. Die Versorgung der Bevölkerung mit ausreichend und qualitativ einwandfreiem Trinkwasser hat dabei oberste Priorität.
Aus diesen Gründen erachtet es der Gemeinderat zum jetzigen Zeitpunkt als nicht vertretbar, die erforderlichen grossen Mengen an Trinkwasser für die Wiederauffüllung des Stadlersees einzusetzen.
Weitere Entwicklung wird aufmerksam verfolgt
Dem Gemeinderat ist bewusst, dass die gegenwärtige Situation für den Lebensraum Stadlersee und insbesondere für den Fischbestand problematisch ist. Er bedauert, dass derzeit keine kurzfristig umsetzbare Lösung zur Verfügung steht, welche sowohl den Schutz der Tiere als auch einen verantwortungsvollen Umgang mit den Trinkwasserressourcen gewährleistet.
Die Gemeinde wird die Entwicklung weiterhin aufmerksam verfolgen und mit dem Pächter des Stadlersees in Kontakt bleiben. Der Gemeinderat hofft, dass die nächsten ergiebigen Niederschläge zu einer raschen Entspannung der Situation beitragen.
Der Schutz des Stadlersees als wertvoller Lebensraum ist dem Gemeinderat ein wichtiges Anliegen. Gleichzeitig ist er verpflichtet, bei seinen Entscheidungen die Interessen der gesamten Bevölkerung und insbesondere die langfristige Sicherstellung der Trinkwasserversorgung zu berücksichtigen.
Gemeinderat Stadel, 13.10.2026